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  • Angelika Hunziker

Ganzheitliche Immunmodulation: von der Immunschwäche bis zur Autoimmunkrankheit


Während bei gewissen Menschen das Immunsystem schwächelt und den Körper mangelhaft vor Erregern und Infekten schützt, scheint es bei anderen Menschen derart überreguliert, dass es mit zahlreichen Allergien reagiert oder sogar anfängt, körpereigene Zellen und Organe anzugreifen und eine Autoimmunkrankheit zu entwickeln. Das Stichwort in beiden Fällen heisst Immunmodulation, d.h. wir schrauben im Fall einer Immunschwäche das Immunsystem nicht einfach hoch, bis es ggf. mit einer Autoimmunreaktion reagiert, sondern regulieren es, indem wir es entlasten, ausgleichen, stärken und mit unterschiedlichen Reizen trainieren, d.h. modulieren, damit es im Ernstfall auf eindringende Erreger angemessen reagiert.

Bei einer natürlichen Geburt wird das Baby durch die Bakterien der mütterlichen Vagina ein erstes Mal besiedelt und bekommt dann auch über die Muttermilch die bakterielle Besiedelung (das Mikrobiom) der Mutter eingepflanzt. Leider fehlt vielen Kindern heute mit Kaiserschnitt und schnellem Abstillen diese gesunde Besiedelung und sie wachsen oft auch nicht auf dem Bauernhof auf, wo sie mit Dreck in Kontakt kommen, sondern in einem überdesinfizierten städtischen Umfeld und werden durchgeimpft und mit Antibiotika behandelt, statt auch mal krank sein zu dürfen. Dazu fordern später Toxine, Stress, mangelhafte Ernährung, Bewegung und Schlaf das Immunsystem weiter heraus. Kein Wunder, kommt es manchmal zu einer Überlastung, doch wie kann das wieder ausgeglichen werden?

Bei Kaiserschnittgeburten machen gute Hebammen für das Baby einen Vaginalabstrich. Den Kindern später Dreck zu füttern, wäre wohl eine eher gefährliche Idee, aber zum Glück kann mit einem gesunden Lebensstil und der Kraft unserer Heilpflanzen vieles aufgeholt werden, indem alle Teile des Immunsystems von den Rachen- und Gaumenmandeln, über die Schleimhäute, dem Thymus, bis zum Darm, der Haut und den Lymphen entlastet und gekräftigt werden.

Immunschwäche: Immunsystem regenerieren und stärken

  • Wie immer hilft eine gesunde Ernährung mit viel frischem Gemüse, Früchten, (pflanzlichem) Eiweiss, guten Fetten und wenig raffinierten Kohlehydraten und Zucker, da letzteres das Mikrobiom des Darmes mit den falschen Bakterien besiedelt und Entzündungen fördern, die dann das Immunsystem überlasten.

  • Ggf. immunrelevante Mängel mit geeigneten Supplementen ausgleichen: Vitamin C, Vitamin D, Zink, Selen, Omega 3 Fettsäuren (am besten das schwermetallarme Algenöl der Firma Norsan).

  • Unbedingt genügend Ruhe, Schlaf, Entspannung, Erholung, weil sich das Immunsystem in diesen Momenten regenerieren kann. Dabei können stressreduzierende Techniken wie Energiearbeit, Yoga, Meditation, Hypnose etc. hilfreich sein.

  • Bewegung: regelmässig, aber auch nicht zu übertrieben (dann wird das Immunsystem geschwächt), nicht an die Grenzen gehen, den Körper nicht überfordern. Sanfte Formen wie Qi Gong oder Yoga im massvollen Wechsel mit Ausdauer und Kraft. Auf diese Art und Weise wird die Entgiftung über die Haut, Lunge und Lymphe angeregt und ein zu hoher Insulin- oder Cholesterinwert stabilisiert.

  • Wasseranwendungen wie Sauna, kaltes Duschen, Seeschwimmen etc.

  • Eine geeignete Entgiftung und Darmsanierung, da ein sauber besiedelter Darm ein grosser Teil des Immunsystems ausmacht, denn seine Oberfläche beträgt mit allen Einstülpungen erstaunliche 400 bis 500m2 und wenn sich dort Gärungen und Fusselalkohole, Candida Verfilzungen und schlechte Bakterien festsetzen ist das eine grosse Fläche...

  • Und nachdem der Darm in Ordnung gebracht wurde, können die Lymphe unterstützt werden: genügend Trinken, Bewegung, Trockenbürsten und ich verwende zusätzlich reinigende Komplexhomöopatika wie Myosotis Comp, Lymphdiaral oder Lymphomyosot.

Das Immunsystem mit Pflanzen stärken

  • vitaminreiche Beeren, ganz besonders Hagebutten, Holunder, Sanddorn, schwarze Johannisbeeren, etc.

  • Immunmodulierende Pflanzen wie Echinacea, Wasserdost oder die Heilpilze der Firma Mykotroph, die das Immunsystem im Rachenbereich immer wieder leicht reizen und damit trainieren, dass es im Ernstfall fit ist und mit den T-Lymphozyten zuschlägt: Reishi, Chaga, Maytake etc. Frag mich, was spezifisch passt… Achtung bei Autoimmunkrankheiten keine Immunmodulatoren, wie Echinacea, da sich das Entzündungsgeschehen sonst verschlechtern könnte.

  • Pflanzliche Antibiotika, falls es chronische Infekte gibt: Kamille, Thymian, Knoblauch, Zwiebeln, Bärentrauben, Spitzwegerich, Pelargonie, Isländisch Moos, Blutwurz, Johanniskraut, Sonnentau, Efeu, Süssholz, Kapuzinerkresse, Meerrettich, Astragalus, Katzenkralle etc. Frag mich, was spezifisch passt…

  • Adaptogene, die den Körper generell widerstandsfähiger machen: Ginseng, Gingko, Taigawurzl, Rhodiola, Ashwaganda, wobei letztere ein wahres Wundermittel ist, da die Pflanze uns ausgleichend Kraft und Entspannung schenkt, und uns lockerer mit Stress umgehen lässt.

  • Und die Immunessenzen der Firma Phylak, die auch jedes Jahr eine neue Grippemischung herstellt und die aktuellen Grippestämme oft hervorragend trifft. Die 2020er Mischung kommt Ende Oktober heraus und wird unter dem Stichwort Immunmodulation stehen. Vorbeugend kann morgens und abends ein Sprühstoss genommen werden und im Akutfall bis zu stündlich. Frag mich Ende Okt nach der neuen Rezeptur, ich habe die 19er Mischung täglich präventiv genommen und bin Grippefrei über den Winter gekommen…

Autoimmungeschehen: Entzündungen lindern, Immunsystem entlasten und normalisieren

Bei Autoimmungeschehen geht es zuerst mal darum, die Gründe herauszufinden:

  • emotional oder stressbedingt: für genügend Entspannung sorgen und den Körper mit beruhigenden Pflanzen versorgen: Hopfen, Melisse, Baldrian, Lavendel etc… Und alte gespeicherte negative Emotionen, wie Ängste, Panik, mangelnde Selbstliebe, Angst in sein Potential zu gehen, Trauma, zu grosser Perfektionismus und Härte sich selbst gegenüber etc. mit Energiearbeit und Meditation auflösen. Den Fokus auf die Heilung, die Selbstliebe legen und weniger darauf achten, was andere denken, sondern seinen Weg gehen und sich die Dinge wählen, die passen, den richtigen Beruf, die richtige Wohnsituation, den richtigen Partner, die richtigen Freunde etc., dann kann sich das Immunsystem beruhigen und muss nicht vermehrt attackieren und verzweifelt auszugleichen versuchen, was wir auf unserem Lebensweg versäumen.

  • Allergien: austesten: schulmedizinisch im Blut oder komplementär mit scannen, Kinesiologie, Bioresonanz etc.

  • Viren/Bakterien/Verpilzungen: ausleiten, siehe Blog zum Epstein Barr und frag mich…

  • Elektrosmog: Wohnung und Geräte mit Baubiologen entstören, dem Körper stärkende Auszeiten offline in der Natur gönnen und falls es nicht geht, an weniger belasteten Ort umziehen. Offenbar soll kaltes Wasser mit seinen negativ Ionen den Körper auch davon reinigen – ein Grund mehr, das ganze Jahr im See zu schwimmen ;-)

  • Toxine: feststellen, worunter der Körper leidet und dann meiden und entsprechend ausleiten. Ernährung: möglichst biologisch, pflanzlich, einen guten Wasserfilter für unser Trinkwasser, biologisches Putzmittel, Waschmittel und Naturkosmetik, möglichst wenig Getränke aus Plastikbechern und Plastikflaschen, da sich toxische Stoffe, wie BPA/Weichmacher etc. in die Flüssigkeit lösen, möglichst wenig unnötige Medikamente, möglichst wenig Alkohol, Nikotin und Drogen, ggf. giftiges Zahnmaterial entfernen und dabei die Organbezüge betrachten. Frag mich…

  • Hormonelle Dysbalancen: austesten und ausgleichen, dazu später ein eigener Blog…

  • Entzündungen zurückzufahren: dies kann mit antientzündlicher Ernährung erreicht werden, genügend Erholung, Stressreduktion und adäquater Bewegung (siehe oben), zusätzlich täglich den jeweils passenden pflanzlichen Entzündungshemmer in ausreichender Menge einnehmen: MSM Schwefel, Kurkuma (frisch oder Pulver auch in Form einer guten Curry Mischung), Weihrauch (Guvic H15 oder die Öle von Young Living oder Doterra) etc.

  • Antientzündliche Ernährung: Gemüse, Früchte, pflanzliches Eiweiss oder allenfalls Fisch, gute pflanzliche Fette, möglichst wenig raffinierte Kohlenhydrate und Zucker. Im Akutfall lohnt es sich, die sieben entzündungsförderndsten Lebensmittel mal eine Weile wegzulassen: Gluten, Milch, Industriezucker, Eier, Soja, Mais und Erdnüsse, in Härtefällen sogar alle Getreidearten und Hülsenfrüchte und Nachtschattengewächse. Sind die Sehnerven betroffen, sollen Spinat, Tomaten und Soja gemieden werden. Da eine einmalige Einnahme eines dieser Lebensmittel das Mikrobiom für einen ganzen Monat verändert, sollte in der Heilungsphase auf Ausnahmen verzichtet werden.

  • Den Darm und die Darmschleimhaut sanieren (frag mich nach den passenden Produkten für dich!), d.h. reinigen, heilen (falls Leaky Gut besteht), frisch besiedeln, was mit präbiotischen Lebensmitteln, wie faserreichem Gemüse oder einem guten Probiotika erreicht werden kann. Ich empfehle Pro Em San, Probiobact forte oder ein Produkt der Allergosan Gruppe. Hausmittel: zwei gekochte Äpfel mit Zimt und Rosinen sollen die Darmschleimhaut regenerieren und Entzündungen lösen.

  • Ggf. mit Vitamin C, D, Zink, Selen und Omega 3 aus Algenöl supplementieren.

  • Falls ein Impfschaden vorliegt, mit Homöopathie ausleiten.

  • Falls die Nerven betroffen sind: siehe Blog zu den Nerven

  • Falls die Haut Richtung Vitiligo betroffen ist: da gibt es eine gute Lotion von Phylak

Und ganz wichtig: nie die Hoffnung verlieren! Ein schwaches Immunsystem kann gestärkt werden, ein überaktives beruhigt. Manchmal braucht es einfach sehr viel Zeit (6 Monate bis 2 Jahre) und die richtigen Schritte zur richtigen Zeit. In hartnäckigen Fällen, bei denen die oben genannten Massnahmen zu wenig greifen, empfehle ich in beiden Fällen ein längeres, medizinisch begleitetes Fasten.


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